Das Klinikum Bamberg als Krankenhaus der Maximalversorgung hat jetzt einen Hubschrauberlandeplatz auf einem seiner vier turmartigen Bettenhäuser. Die heimische BBS + Dach GmbH, Fachfirma für Bauwerksbeschichtungen, hat mitgewirkt, das auf über elf Millionen Euro veranschlagte Projekt ohne Beeinträchtigung für die Patienten zu verwirklichen: Um rund 900 Quadratmeter Dachfläche mit einer Harzlösung abzudichten, wurden die Materialien mittels einer neu entwickelten Maschine in Schläuchen auf knapp 50 Meter nach oben gepumpt, dort vermischt und in Sprühtechnik überaus gleichmäßig aufgetragen.

Das Klinikum Bamberg startete 1984 mit drei Bettenhäusern. Bis zu 847 Patienten konnten hier aufgenommen werde. 35 Jahre später wurde die Kapazität um 311 Betten erweitert. Um Platz zu schaffen für einen für das neue Kinderhospiz „Sternenzelt“ erforderlichen Garten, wurde dann im 40. Jahr des Bestehens der Heliport, der sich ursprünglich hinter dem Klinikgebäude befand, aufs extra aufgestockte zweite Bettenhaus auf Ebene 18 verlegt – mit direktem Zugang ohne Umlagerung der in der Regel Schwerstkranken.

Wachsende Zahl an Flugrettungen

Martin Wilde, Vorstandsvorsitzender der Sozialstiftung Bamberg, die das Klinikum betreibt, betrachtet die zunehmende Luftrettung als Folge der Reformen im deutschen Gesundheitswesen: „Patienten, die komplexe Behandlungen benötigen, werden noch häufiger als bisher von kleinen Krankenhäusern in die spezialisierten Zentren kommen.“

Im Schnitt wird das Klinikum Bamberg derzeit etwa dreimal pro Woche angeflogen. Tendenz steigend. Also, eine nachhaltige und kreative Lösung für den neuen Heliport musste her.

Ohne die Patienten zu stören

Fürs Abdichten von Flachdächern wird in herkömmlicher Weise das zu verarbeitende Material in Eimern über Gerüste, per Autokran oder schlimmstenfalls über innenliegende Treppen nach oben transportiert. Die ersten beiden Optionen schieden aufgrund der großen Höhe aus und die letztere wegen des laufenden Krankenhausbetriebs. Erfreulicherweise war gerade in der Triflex GmbH & Co. KG in Minden (www.triflex.de) eine mobile Vorrichtung namens SAM erdacht worden.

Von der Bodenstation wird ein Basisharz und ein Flüssigkatalysator in Schläuchen unter bis zu 180 bar Druck zum Verarbeitungsort befördert. Am Klinikum setzte die BBS + Dach GmbH das Produkt Triflex ProTect ein, eine Abdichtungslösung auf Basis von Polymethylmethacrylat (PMMA), die insbesondere für Flachdächer konzipiert wurde.

Der Verarbeiter trägt die Mischeinheit ergonomisch auf dem Rücken. Erst hier werden Harz und Katalysator vermengt. So wird vermieden, dass das Material in den Zuleitungen aushärtet.

Hohe Qualität bei fixem Tempo

Am Bedienpanel wird das Fördervolumen gewählt und das Mischungsverhältnis eingestellt. Es entsteht eine absolut gleichmäßige Oberflächenbeschichtung mit gleichbleibender Qualität – und dies auch noch viermal so flott wie bei manueller Verarbeitung: blitzsauber und blitzschnell.

Ab 2027 soll das Klinikum Bamberg schrittweise zu einem Gesundheitscampus umgestaltet werden; auch eine Hochschule für Gesundheitsberufe ist geplant. Die BBS + Dach GmbH hat sich für weitere Aufträge empfohlen …

Fotos: Florian Bochers

Kunden wie Mitarbeiter profitieren von der jüngsten größeren Anschaffung der BBS+Dach GmbH: ein schwerer Lkw mit Ladekran. Baustellen werden damit eingerichtet, beliefert und geräumt ohne kräftezehrende Anstrengung und ohne Verzögerung. Aufträge können beschleunigt erledigt werden – egal ob in der Tiefgarage oder auf dem Flachdach.

Bisher waren unsere Experten für Betonsanierung, Bodenbeschichtung, energetische Optimierung von Gebäudefassaden und Dachabdichtung ausschließlich mit leichten Last- und Lieferwagen unterwegs. Jetzt stieg unser Unternehmen in eine neue Klasse auf: Das zulässige Gesamtgewicht unseres neuen Fahrzeugs beträgt 18 Tonnen. Es handelt sich um das Modell Actros der Daimler Truck AG (Mercedes-Benz) – 260 kW/354 PS, 7,7 Liter Hubraum, 8 Gänge.

Die eigentliche Besonderheit kommt jedoch nicht „von der Stange“ beziehungsweise ab Werk – in diesem Fall aus dem weltgrößten in Wörth am Rhein. Vielmehr leisten wir uns für etwas mehr als den gleichen Preis für den Lkw einen individuell gefertigten Aufbau, der genau unseren Bedürfnissen – oder besser: unseren Aufgaben – entspricht.

Die Becker Baumaschinen GmbH in Haßfurt sorgte für den kompletten Brückenaufbau von knapp 6 auf 2,5 Metern mit abklapp- und abnehmbaren Bordwänden sowie für die Montage eines Ladekrans am Heck. Letzterer hebt laut TÜV-Papiere bis über 4 Tonnen bei maximaler Ausladung von 16,6 Metern mit zwei hydraulischen Vierkantprofilabstützungen. Beim Bewegen der Lasten über eine Winde können immerhin noch etwa 2 Tonnen aufgehängt werden. Die Standsicherheit ist von der Berufsgenossenschaft geprüft. Der „Atlas“-Ladekran wird über Funk gesteuert.

Das neue Fahrzeug zu lenken, bedarf einer umfassenden Ausbildung. Für zwei Mitarbeiter übernahm die BBS+Dach GmbH die Kosten, extra einen Lkw-Führerschein zu erwerben.

Fotos: Perry Küfner