Betoninstandsetzung für einen störungsfreien Schiffsverkehr

Bereits die dritte Schleuse des Main-Donau-Kanals setzt die BBS + Dach GmbH gerade instand: Leerstetten. Wie die beiden zuvor – Hilpoltstein und Eckersmühlen – zählt sie mit knapp 25 Metern Fallhöhe zu den höchsten in Deutschland. Schiffe und Schubverbände mit maximal 190 Metern Länge und 12 Metern Breite finden darin Platz.

Der Kanal samt Hebe- und Kraftwerken wurde von 1960 bis 1992 erbaut. Er verbindet die Flüsse Main und Donau zwischen Bamberg und Kelheim auf einer Strecke von genau 171 Kilometern. Zuständig für den Unterhalt und den störungsfreien Betrieb des kompletten Main-Donau-Kanals (MDK) und des als Bundeswasserstraße ausgewiesenen Teils der Donau zwischen Jochenstein und Kelheim (kurz Donau genannt) ist das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Donau MDK mit Sitz in Nürnberg und Regensburg.

Alle Bauwerke werden in regelmäßigen Zeitabständen auf Schäden wie zum Beispiel Risse im Beton überprüft. Ursächlich für selbige können Unwägbarkeiten beim Bau, der alltägliche Schiffsverkehr oder ganz einfach Witterungseinflüsse sein. Fehlstellen bieten Angriffsflächen, sodass die Beschädigungen fortschreiten würden.

Ausbessern und abdichten

Im Außenbezirk 6 Hilpoltstein des WSA Donau MDK mit den erwähnten Schleusen ist die BBS + Dach GmbH als erfahrenes Unternehmen rund um den Beton- und Bautenschutz beauftragt, etwa 275 Quadratmeter mit auffälligen Fehlstellen instandzusetzen. Das heißt: Porösen Beton abtragen, Bewehrungen entrosten, Ersatzmasse per Hand ein- und einen Oberflächenschutz aufbringen. Ferner sollen insgesamt etwa 150 laufende Meter Risse mit einem speziellen Füllstoff verpresst sowie etwa 870 laufende Meter Rollstränge erneuert werden, um die Dehnfugen abzudichten.

Wie und womit die Schäden behoben werden, ist lückenlos zu dokumentieren. Für sämtliche Materialien sind Qualitätsnachweise zu liefern; beispielsweise sind teer-, blei- und asbesthaltige Stoffe strikt verboten. Die Arbeiten müssen bis Juli 2025 fertiggestellt sein. Die jeweiligen Abschnitte werden vom Betreiber trockengelegt.

Besondere Bauform

Schleusen dienen dazu, durch Füllen oder Leeren einer Kammer Schiffe je nach dem, ob sie berg- oder talwärts fahren, zu heben oder zu senken. Die 1980 errichtete Leerstettener Schleuse hat wie die zwei früher schon sanierten eine besondere Bauform: Neben der eigentlichen Schleusenkammer sind drei weitere Becken terrassenförmig angeordnet. Diese nehmen beim Entleeren der Kammer (Talfahrt) einen Teil des Wassers auf. Bei der Bergfahrt wird das Wasser aus diesen Becken wieder zugeführt. So ist der Bedarf, der der höher gelegenen Kanalhaltung entnommen werden muss, gegenüber der konventionellen Schleusung bis zu 60 Prozent vermindert. Deshalb die Bezeichnung Sparschleuse. Außerdem dauert es auf diese Weise nur 25 Minuten, ein Schiff weiterzuschleusen.

Fotos (8): Erich Eichelsdörfer


Stand der Arbeiten am 23. April 2025 (laut Leistungsverezichnis):

– Stahlbetonüberstand bündig mit der darunterliegenden Wand abgesägt
– Sägeschnitt entlang dem oberen Rand der Sparbeckenwände auf einer Arbeitshöhe bis acht Meter; Schnitttiefe planmäßig 15 Zentimeter, in Teilbereichen aufgrund der Schädigung nur noch neun Zentimeter
– Überstand mit Transportbohrung und Dübel versehen, in Teilstücken abtrennen und während der Sägearbeiten gegen Herabfallen sichern
– Sägeschnitte senkrecht; Teilschnitte ohne Überschneidung
– Sägearbeiten erschütterungsarm und staubarm durchführen

Die Fotos zeigen den waagrechten Sparbeckenwandkopf mit vliesarmierten PMMA-Flüssingkunststoff (Triflex) sowie den Korrosionsschutz der Bewehrung in den senkrechten Betonschnittflächen.
Fotos: Erich Eichelsdörfer und Alexander Hammerschmidt

Das Klinikum Bamberg als Krankenhaus der Maximalversorgung hat jetzt einen Hubschrauberlandeplatz auf einem seiner vier turmartigen Bettenhäuser. Die heimische BBS + Dach GmbH, Fachfirma für Bauwerksbeschichtungen, hat mitgewirkt, das auf über elf Millionen Euro veranschlagte Projekt ohne Beeinträchtigung für die Patienten zu verwirklichen: Um rund 900 Quadratmeter Dachfläche mit einer Harzlösung abzudichten, wurden die Materialien mittels einer neu entwickelten Maschine in Schläuchen auf knapp 50 Meter nach oben gepumpt, dort vermischt und in Sprühtechnik überaus gleichmäßig aufgetragen.

Das Klinikum Bamberg startete 1984 mit drei Bettenhäusern. Bis zu 847 Patienten konnten hier aufgenommen werde. 35 Jahre später wurde die Kapazität um 311 Betten erweitert. Um Platz zu schaffen für einen für das neue Kinderhospiz „Sternenzelt“ erforderlichen Garten, wurde dann im 40. Jahr des Bestehens der Heliport, der sich ursprünglich hinter dem Klinikgebäude befand, aufs extra aufgestockte zweite Bettenhaus auf Ebene 18 verlegt – mit direktem Zugang ohne Umlagerung der in der Regel Schwerstkranken.

Wachsende Zahl an Flugrettungen

Martin Wilde, Vorstandsvorsitzender der Sozialstiftung Bamberg, die das Klinikum betreibt, betrachtet die zunehmende Luftrettung als Folge der Reformen im deutschen Gesundheitswesen: „Patienten, die komplexe Behandlungen benötigen, werden noch häufiger als bisher von kleinen Krankenhäusern in die spezialisierten Zentren kommen.“

Im Schnitt wird das Klinikum Bamberg derzeit etwa dreimal pro Woche angeflogen. Tendenz steigend. Also, eine nachhaltige und kreative Lösung für den neuen Heliport musste her.

Ohne die Patienten zu stören

Fürs Abdichten von Flachdächern wird in herkömmlicher Weise das zu verarbeitende Material in Eimern über Gerüste, per Autokran oder schlimmstenfalls über innenliegende Treppen nach oben transportiert. Die ersten beiden Optionen schieden aufgrund der großen Höhe aus und die letztere wegen des laufenden Krankenhausbetriebs. Erfreulicherweise war gerade in der Triflex GmbH & Co. KG in Minden (www.triflex.de) eine mobile Vorrichtung namens SAM erdacht worden.

Von der Bodenstation wird ein Basisharz und ein Flüssigkatalysator in Schläuchen unter bis zu 180 bar Druck zum Verarbeitungsort befördert. Am Klinikum setzte die BBS + Dach GmbH das Produkt Triflex ProTect ein, eine Abdichtungslösung auf Basis von Polymethylmethacrylat (PMMA), die insbesondere für Flachdächer konzipiert wurde.

Der Verarbeiter trägt die Mischeinheit ergonomisch auf dem Rücken. Erst hier werden Harz und Katalysator vermengt. So wird vermieden, dass das Material in den Zuleitungen aushärtet.

Hohe Qualität bei fixem Tempo

Am Bedienpanel wird das Fördervolumen gewählt und das Mischungsverhältnis eingestellt. Es entsteht eine absolut gleichmäßige Oberflächenbeschichtung mit gleichbleibender Qualität – und dies auch noch viermal so flott wie bei manueller Verarbeitung: blitzsauber und blitzschnell.

Ab 2027 soll das Klinikum Bamberg schrittweise zu einem Gesundheitscampus umgestaltet werden; auch eine Hochschule für Gesundheitsberufe ist geplant. Die BBS + Dach GmbH hat sich für weitere Aufträge empfohlen …

Fotos: Florian Bochers

Sie ist eine Schleuse der Superlative. An ihrer aktuellen Instandsetzung wirkt die BBS + Dach GmbH vorne mit.

Die Schleuse Hilpoltstein im mittelfränkischen Landkreis Roth gehört zu den drei größten in Deutschland. Sie ist Teil der Bundeswasserstraße Main-Donau-Kanal, wurde zwischen 1983 und 1989 fertiggestellt und muss alle sechs Jahre trockengelegt, von Schlamm befreit und auf Schäden untersucht werden.

Gerade ist es wieder soweit. Und unsere Fachleute für die Betonsanierung sind mittendrin dabei bei den Revisionsarbeiten.

Bauingenieurinnen und -ingenieure prüfen 60 000 Quadratmeter Beton, ob er noch dicht hält. Sprühdosen sind ihr Werkzeug; sie markieren damit jeden noch so kleinen Riss. Alle werden professionell beseitigt. Mit dem „fliegenden Teppich“, einem offenen Aufzug, fährt das Team die Schleusenwände ab.

Die Fallhöhe beträgt exakt 24,67 Meter. Eine Schleusenkammer ist 200 Meter lang und 12 Meter breit. Das ergibt ein Fassungsvermögen von 60 442 Kubikmeter. Eine Schleusung dauert bei dieser immensen Wassermenge eine gute Viertelstunde.

Fotos: Armin Cegla

Voraussichtlich Ende September 2022 ist die Aufgabe der BBS+Dach GmbH erfüllt. Unser Part beim Neubau einer Mietwohnanlage in der Nürnberger Friedenstraße im Stadtteil Maxfeld durch die Joseph-Stiftung, das kirchliche Wohnungsunternehmen im Erzbistum Bamberg, ist es, die Dächer abzudichten – rund 1550 Quadratmeter sowie weitere 500 Quadratmeter in den Anschlussbereichen wie den Attika- und Sockelflächen.

Die umfangreichen Abdichtungsarbeiten begannen am 15. April 2021, und zwar mit dem Fundamentschutz der Betonbauteile in den gepflasterten Abschnitten der Tiefgarage. Nach dem Vorbereiten des Untergrunds durch Sandstrahlen bauten unsere Fachleute ein Oberflächenschutzsystem mit der Bezeichnung „OS 5b“ ein. Dieses ist geeignet, erdberührte Bauteile abzudichten. Es ist wasserdicht bis zu 3 bar. In mehreren Arbeitsgängen trug unser Team rissüberbrückende, mineralische Dichtungsschlämme aus einem zweikomponentigen Polymer-Zement-Gemisch auf. Die sichtbaren Teile über dem Pflasterbelag wurden farbig versiegelt.

Die Dächer des vier- beziehungsweise fünfgeschossigen Baukörpers wurden zweilagig mit hochwertigem Elastomer-Bitumenbahnen sowie die Anschlussbereiche mit Flüssigkunststoff abgedichtet. Die Dämmung in der Fläche wurde mit einem Gefälle ausgebildet und besteht aus druckfestem „EPS 035 DAA dh“. Diese Grund- und Gefälleplatten weisen eine mittlere Dicke von etwa 270 Millimetern auf. An den vertikalen Wandattikaplatten wurden Polyurethan-Dämmstoffplatten etwa 100 Millimeter dick mit Dämmstoffkleber befestigt. In den Brandschutzbereichen der Dachfläche kamen nichtbrennbare Mineraldämmstoffe zum Einsatz.

Die Attikaabdeckung besteht aus Titanzinkblech mit vier Kantungen, zwei Vorstoßwinkelblechen, einer Metalltrennlage und OSB-3/4-Platten als Unterbau. Die Flachdächer werden mit einem überfahrbaren Seilsicherungssystem ausgestattet, damit die Pflege-, Kontroll- und Wartungsarbeiten der extensiven Dachbegrünung absturzsicher ausgeführt werden können. Sowohl die Flächen als auch die vertikalen Abdichtungslagen sind durchwurzelungsfest ausgebildet.

Die Loggien, die Fassadenelemente im Erdgeschoss, die Sockelbereiche und die Stahlbetonaufkantungen der Tiefgarage werden mit Flüssigkunststoff abgedichtet. Dazu tragen unsere Experten nach dem Vorbereiten des Untergrunds eine Grundierung auf Epoxidhardbasis auf. Danach bringen sie die flüssige Abdichtmasse mit einer Vliesarmierung auf. Nach dem Aushärten waschen sie die Abdichtungsflächen händisch mit einem speziellen Reinigungsmittel ab. Abschließend erhalten diese einen Alkali- und Verschleißschutz, indem zweifach eine Grundierung auf Epoxidharzbasis aufgetragen und in die nasse Schicht Quarzsand eingestreut wird.

Größer, höher, weiter. Das Hochhaus der Wohnungsbaugenossenschaft Gartenstadt Nürnberg in der Paumannstraße 2 ist seit Juni 2021 und noch ins Jahr 2022 hinein der Arbeitsplatz unserer Experten für die Betonsanierung und Dachabdichtung. Instandgesetzt werden durch die BBS+Dach GmbH die Balkone, die Brüstungen, das Treppenhaus sowie das Dach beziehungsweise die Dachterrasse.

Besonders ist, dass das gesamte Gartenstadt-Ensemble unter Denkmalschutz steht. Also auch das Hochhaus. Die Bauordnungsbehörde der Stadt Nürnberg hat die denkmalrechtliche Erlaubnis für die Maßnahmen unter Auflagen erteilt. Eine präzise Fachplanung stammt aus dem BB Baubüro für Betoninstandhaltung (München und Kulmbach).

Wenn kein Garten, dann eben Balkone

Die Gartenstadt Nürnberg eG, unsere Auftraggeberin, existiert seit 1908. Ihre ersten Vorstandsmitglieder waren ein Redakteur, ein Kaufmann und ein Chemiker. Die Idee, auf genossenschaftlicher Basis Gartenstädte zu errichten, ist unter anderem auf Einflüsse der Lebensreformbewegung, des Jugendstils und des Sozialismus zurückzuführen; das Eigentum sollte jeder Ausbeutung durch Bodenspekulation entzogen werden.

In der Nürnberger Gartenstadt waren die ersten 76 Einfamilienhäuser 1911 bezugsfertig. Ab 1922 ging man dazu über, Mehrfamilienhäuser zu bauen. Ab den 1960er-Jahren wurde die Genossenschaft insbesondere im Stadtteil Langwasser tätig. Heute verfügt sie über rund 2500 Wohneinheiten, davon ein gutes Drittel Einfamilienhäuser. Und der Gartenstadtgedanke lebt weiter: Wo keine Hausgärten vorhanden sind, gibt es zumindest Balkone.

Massive Pflanztröge wiederherstellen

Letzteres gilt auch für das in den Himmel ragende Gebäude an der Paumannstraße. Demgemäß richtet unser Team große Aufmerksamkeit darauf, die Funktionsfähigkeit der massiven, in die Balkonbrüstungen integrierten Pflanztröge zu erhalten beziehungsweise wiederherzustellen. Der Aufgabenkatalog umfasst zum Beispiel:

  • Schutzmaßnahmen an Fenster und Türen
  • Geländer abbrechen.
  • Kernbohrungen in Pflanztrögen herstellen.
  • Hochdruckwasserstrahlen bei 2000 bis 2500 bar; den Betonuntergrund vorbereiten, Rauhtiefe von mindestens 0,3 Millimetern herstellen; eingebettete Gesteinskörnung kuppenartig freilegen, Lunker und Poren öffnen, erforderliche Abreißfestigkeit herstellen.
  • Schadstellen ausbessern und die Betondeckung an senkrechten Flächen mit SPCC-Spritzmörtel bis zu 20 Millimeter Schichtdicke erhöhen.

Das Germanische Nationalmuseum (GNM) in Nürnberg ist das größte kulturhistorische Museum des deutschen Sprachraums mit rund 1,2 Millionen Objekten. Die hier vorhandene wissenschaftliche Kompetenz setzt international Standards bei der Erforschung, Präsentation und Vermittlung von Kunst, Kultur und Geschichte. Das hohe Ansehen unseres Unternehmens hingegen bei Architekten und Bauingenieuren brachten GNM und BBS+Dach zusammen: Kreative und nachhaltige Lösungen waren gefragt bei der Sanierung zweier Flachdächer.

Sowohl am Kleinen Kreuzgang als auch an der Mittelalterhalle musste der Dachaufbau komplett neu hergestellt werden. Die Arbeiten erstreckten sich jeweils über ein knappes Jahr. Inzwischen haben beide Konstruktionen eine erkleckliche Erprobungszeit überstanden. Vorbeugend wurde ein Wartungsvertrag vereinbart, demzufolge die Dachflächen jährlich begangen werden nach dem Winter.

Denkmalgeschütztes Ensemble

Hans Philipp Werner Freiherr von und zu Aufseß, der aus der gleichnamigen Gemeinde in der Fränkischen Schweiz stammte und von den Ideen der ausklingenden Romantik geprägt war, hat das GNM 1852 unter der Bezeichnung Germanisches Museum gegründet; er stellte seine privaten Sammlungen zur Verfügung. Als Stiftung des öffentlichen Rechts wird das GNM von der Bundesrepublik Deutschland (Bundesministerium für Bildung und Forschung), dem Freistaat Bayern (Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst) und den weiteren Bundesländern sowie der Stadt Nürnberg gefördert.

1853 wurde das Museum in Nürnberg im Tiergärtnertorturm eröffnet. 1857 konnte die Alte Kartause, die der bayerische König als bleibenden Sitz angeboten hatte, bezogen werden. Diese liegt im südlichen Bereich der Nürnberger Altstadt. Die gesamte bauliche Anlage steht unter Denkmalschutz. Insofern erforderten beide Aufträge besonderes Fingerspitzengefühl bei der Umsetzung.

Energetische Sanierung

Der Kleine Kreuzgang ist Teil des ehemaligen mittelalterlichen Kartäuserklosters. Die Mittelalterhalle diente zunächst als Volkskunsthalle, seit 1971 jedoch als Ausstellungsraum für mittelalterliche Malerei und Plastik. Es handelt sich um L-förmige, erdgeschossige Baukörper mit Flachdach. Beim einen beträgt die Grundfläche rund 765 Quadratmeter, beim anderen 750.

Hier ein Eindruck von der Sanierung der Mittelalterhalle:

Schadstoffe sollten beseitigt und beide Dächer energetisch saniert werden. Folglich wurde der Dachaufbau bis auf das Holztragwerk abgebrochen. Die hölzerne Unterkonstruktion musste verstärkt werden, um neue Tageslichtelemente einsetzen zu können. Die Dachschalung wurde aus 25 Millimeter dicken OSB-Platten hergestellt. Der Niveauausgleich – im Mittel 2,5 Zentimeter – gelang mit Schaumglasgranulat, das mit PU-Kleber gebunden wurde. (Produkt: Via Nevolit.)

Eine Bitumenbahn bildet eine Trenn- und Ausgleichsschicht beziehungsweise Dampfsperre. Diese ist auch als Behelfsdeckung geeignet.

Nicht brennbares Material

Gedämmt sind diese nicht belüfteten Flachdächer mit vorgefertigten PUR/PIR-Hartschaum-Gefälleplatten und einer Gefälledämmschicht aus Schaumglas. Das Material ist nicht brennbar. Es wurde vollflächig heiß geklebt und mit einem Deckaufstrich aus Heißbitumen beschichtet.

Für eine mehrlagige Dachabdichtung in höchster Qualität sorgen eine besandete Elastomerbitumenbahn und eine thermisch selbstklebende Polymerbitumenbahn (Vedastar Duo SO dolomitgrau). Die Wandabschlussbereiche wurden mit einem lösungsmittel- und geruchsfreien Flüssigkunststoff (Kemperol 2K-PUR) abgedichtet. Zudem wurden ein Linienentwässerungssystem, eine Notentwässerung und ein Absturzsicherungssystem eingebaut.

Als Attikablenden sowie Fensterbank- und Hohlraumabdeckungen wurden 0,8 Millimeter starke Kupferbleche passgenau eingeschnitten, gekantet und montiert. Die neuen, runden Tageslichtelemente (Lamilux-Flachdachfenster FE, OKD 1800 mm) sind mit einer Dreifachverglasung und einer opalen Acryl-Schale von zwei Millimetern dauerhaft durchsturzsicher. Alle sichtbaren Aluminiumteile sind beschichtet.

Und nun das fertige Dach des Kleinen Kreuzgangs:

Alle Maßnahmen erfolgten in enger Abstimmung mit dem technischen Leiter des GNM sowie dem Team des Nürnberger Architekturbüros Anton Graf, das mit Planverfassung sowie Objekt-/Bauüberwachung betraut war. Ansprechpartner bei der BBS+Dach GmbH: Prokurist Erich Eichelsdörfer.

Fotos: Perry Küfner

Kunden wie Mitarbeiter profitieren von der jüngsten größeren Anschaffung der BBS+Dach GmbH: ein schwerer Lkw mit Ladekran. Baustellen werden damit eingerichtet, beliefert und geräumt ohne kräftezehrende Anstrengung und ohne Verzögerung. Aufträge können beschleunigt erledigt werden – egal ob in der Tiefgarage oder auf dem Flachdach.

Bisher waren unsere Experten für Betonsanierung, Bodenbeschichtung, energetische Optimierung von Gebäudefassaden und Dachabdichtung ausschließlich mit leichten Last- und Lieferwagen unterwegs. Jetzt stieg unser Unternehmen in eine neue Klasse auf: Das zulässige Gesamtgewicht unseres neuen Fahrzeugs beträgt 18 Tonnen. Es handelt sich um das Modell Actros der Daimler Truck AG (Mercedes-Benz) – 260 kW/354 PS, 7,7 Liter Hubraum, 8 Gänge.

Die eigentliche Besonderheit kommt jedoch nicht „von der Stange“ beziehungsweise ab Werk – in diesem Fall aus dem weltgrößten in Wörth am Rhein. Vielmehr leisten wir uns für etwas mehr als den gleichen Preis für den Lkw einen individuell gefertigten Aufbau, der genau unseren Bedürfnissen – oder besser: unseren Aufgaben – entspricht.

Die Becker Baumaschinen GmbH in Haßfurt sorgte für den kompletten Brückenaufbau von knapp 6 auf 2,5 Metern mit abklapp- und abnehmbaren Bordwänden sowie für die Montage eines Ladekrans am Heck. Letzterer hebt laut TÜV-Papiere bis über 4 Tonnen bei maximaler Ausladung von 16,6 Metern mit zwei hydraulischen Vierkantprofilabstützungen. Beim Bewegen der Lasten über eine Winde können immerhin noch etwa 2 Tonnen aufgehängt werden. Die Standsicherheit ist von der Berufsgenossenschaft geprüft. Der „Atlas“-Ladekran wird über Funk gesteuert.

Das neue Fahrzeug zu lenken, bedarf einer umfassenden Ausbildung. Für zwei Mitarbeiter übernahm die BBS+Dach GmbH die Kosten, extra einen Lkw-Führerschein zu erwerben.

Fotos: Perry Küfner

Zwischen der Regnitz und den Gebäuden der Otto-Friedrich-Universität Bamberg am Markusplatz, konkret an der Steinertstraße, hat die Muttergesellschaft der BBS+Dach GmbH, das kirchliche Wohnungsunternehmen Joseph-Stiftung, ihr jüngstes Bauträgerprojekt verwirklicht: den Neubau von 40 Eigentumswohnungen mit einer Tiefgarage mit 62 Pkw-Stellplätzen. Annähernd unser ganzes Leistungsspektrum war gefragt – insbesondere im Bereich der Wärmedämmung, der Flachdach- und Dachterrassenabdichtung sowie des Oberflächenschutzes und der Versiegelung von Betonteilen.

Über 20 Monate bis kurz vor dem Jahreswechsel 2019/2020 waren unsere Experten für Gebäudedämmung und -ablichtung im Einsatz. Zur Anwendung kamen Produkte der Firmen StoVedagKemper-System und Benkert-Dachbegrünung.

Die Wohnanlage ist gegliedert in fünf Teiladressen. Ein langgestreckter Riegel wird ergänzt durch einen kleineren Solitärbau. Sie bestehen im Wesentlichen aus Kalksandsteinmauerwerk und teilweise aus Stahlbetonwänden. Darauf musste ein Wärmedämm-Verbund-System aus Polystyrol gepackt werden, um den Kfw-Effizienzhaus-55-Standard zu erfüllen. Dies wiederum bedingte, die Wohnräume mit einer dezentralen Be- und Entlüftung auszustatten.

Nichttragende Innenwände wurden als Trockenbauständerwände errichtet. Die Massivdecken wurden in Stahlbeton ausgeführt; natürlich auch die Tiefgarage.

Beim Flachdach handelt es sich um ein sogenanntes Warmdach. Die Wärmedämmung hat ein Gefälle. Die komplette Fläche dichtete unser Unternehmen mit Elastomer-Bitumenbahnen und Flüssigkunststoff ab. Die Dachterrassen belegten wir mit WPC-Dielen, den Rest begrünten wir extensiv. Den barrierefreien Türausgängen lagerten wir eine Rinne mit Gitterrost vor.

Mauern deckten wir mit eloxiertem Aluminiumblech ab. Dachrinnen und Fallrohre fertigten wir aus Titanzinkblech, Absturzsicherungen beziehungsweise Geländer aus verzinkten Stahlprofilen. In den Wohnungen der jeweils obersten Geschosse bauten wir Glas-Oberlichtelemente mit motorischer Öffnungsmöglichkeit ein.

Die Tiefgaragenrampe erhielt eine rutschhemmende Oberfläche. In der gesamten Tiefgarage brachten wir das Oberflächenschutzsystem OS 8 an mit einer Gefälleausbildung von etwa zwei Prozent.

Immer wieder hört man, dass Personen auf Dächern durch lichtdurchlässige Abdeckungen eingebrochen und viele Meter tief gestürzt sind. Oft erleiden die Betroffenen schwere Verletzungen, nicht selten endet der Unfall gar tödlich. Wie dem vorgebeugt werden kann, demonstrierte die BBS+Dach GmbH an den Lichtkuppeln der Hauptgeschäftsstelle ihrer Muttergesellschaft, des kirchlichen Wohnungsunternehmens Joseph-Stiftung in Bamberg.

20 Lichtkuppeln mit einem lichten Maß an der Oberkannte der Deckenöffnung (OKD-Maß) von jeweils 150 auf 150 Zentimetern wurden mit dem „KEMPEROL Fallstop“ beschichtet. Die in Vellmar nördlich von Kassel ansässige KEMPER SYSTEM GmbH & Co. KG stellt seit über 60 Jahren Lack- und Beschichtungssysteme her – und setzte 1969 als Pionier erstmals Flüssigkunststoffe zur Dachabdichtung ein. Aus dieser patentierten Lösung entwickelte die Firma Kemper weitere innovative Anwendungen.

Beim „KEMPEROL Fallstop“ handelt es sich um einen lichtechten, einkomponentigen Polyurethanharz. Er wird präventiv zum Schutz vor Unfällen bei Dacharbeiten aufgebracht. Vorhandene Lichtkuppeln können, auch wenn sie schon älter sind, damit problemlos vor Ort – also ohne sie ausbauen zu müssen – transparent beschichtet werden. Der Lichttransmissionsgrad der Lichtkuppeln verändert sich dadurch nur geringfügig um 4,5 Prozent. Das Flächengewicht beträgt lediglich 1,3 Kilogramm pro Quadratmeter. Die Hagelwiderstandsklasse wird erhöht.

Das Material beziehungsweise das Verfahren erhielt das Siegel für geprüfte Durchsturzsicherheit von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) und der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA). Die Gewährleistungszeit für den „KEMPEROL Fallstop“ beträgt 5 Jahre; übers Baustellprotokoll ist es möglich, sie auf 5 + 5 Jahre zu erweitern.

Mehr unter: https://kemperol.kemper-system.de/produkte/durchsturzsicherheit-und-hagelschutz/kemperol-fallstop/.

Vier Monate auf seinen Tiefgaragenstellplatz verzichten zu müssen, ist lange. Allerdings relativiert sich dies, wenn man bedenkt, dass es um die Rundumsanierung einer etwa 3.200 Quadratmeter großen unterirdischen Parkfläche auf vier Ebenen geht. Insofern hätte ein weniger erfahrener Betrieb als die BBS+Dach GmbH dieses Pensum in dieser Zeit wohl nicht geschafft. Die betreffende Eigentümergemeinschaft (vertreten durch die IVB Immobilienverwaltung Bamberg GmbH) rief unsere Experten für Betonsanierung und -abdichtung sowie Fahrbahnbeschichtung in den Bamberger Birkengraben.

Bei dem seit Mitte 2019 wieder vollkommen intakten Objekt handelt es sich um eine Tiefgarage in mehrgeschossiger Stahlbetonbauweise – mit „Vier-Split-Level“. Vier Ebenen sind hier versetzt zueinander angeordnet; die oberste ist die Ebene 1 und die unterste die Ebene 4. 139 Kfz-Stellplätze umfasst die Anlage. 1.600 Quadratmeter beträgt die Bodenfläche der Ebenen 1 und 2 und genauso viel die der Ebenen 3 und 4. Dementsprechend umfangreich sind die Deckenuntersichten, die es in mehreren Arbeitsgängen mit einem neuen Farbanstrich aufzufrischen galt. Um die Wände vor Spritzwasser zu schützen, mussten diese auf einer Gesamtlänge von rund 600 Metern bis 30 Zentimeter hoch ebenso wie die Böden beschichtet werden.

Die ALLVIA Ingenieurgesellschaft mbH in Maisach mit dem beratenden Ingenieur Dr. Gerhard Stenzel hatte ein Instandsetzungskonzept samt Leistungsverzeichnis erstellt. Auch mit der Objekt-/Bauüberwachung beauftragte die IVB Immobilienverwaltung Bamberg GmbH die ALLVIA.

Hauptsächlich mussten wir die Ebenen 3 und 4 instand setzen. Zudem waren auf allen Ebenen die Decken zu streichen. Ebenso erneuerten wir die elastischen Fugen und beschichteten alle Schleusenbodenflächen und Wandsockel zu den Wohnhäusern hin. Letztlich wurde die Beschichtung der Ebenen 1 und 2 im Fahrbahnbereich überarbeitet; nach dem Vorbereiten des Untergrunds erfolgte eine Kopfversiegelung. Zur Anwendung kamen Produkte der Sika Deutschland GmbH (www.sika.de): Sikafloor-161 und Sikafloor-378.