Mit einer glatten 1 hat Samson Mahari, seit September 2017 Mitarbeiter der BBS+Dach GmbH in Bamberg, den praktischen Teil seiner Gesellenprüfung als Bauwerksabdichter bestanden. Dies zeugt nicht nur von Begabung und Engagement des 21-jährigen Eritreers, sondern freilich auch von einer hervorragenden Anleitung seitens der Kollegen im Ausbildungsbetrieb. Samsons Werdegang ist ein Musterbeispiel einer erfolgreichen Integration eines ehemaligen minderjährigen unbegleiteten Flüchtlings in Deutschland. Dies griff der Bayerische Rundfunk aktuell auf in seiner Nachrichtensendung Rundschau am 31. August.

BBS-Geschäftsführer Wolfgang Gürtler erklärt in diesem Fernsehbeitrag, dass er Samson Mahari unbedingt im Team halten und ihn weiter fördern möchte, damit dieser sich langfristig auch für Führungsaufgaben weiterentwickeln kann. Wegen seines Arbeitseifers und seines freundlichen Umgangs mit jedermann sei der aus Afrika stammende junge Mann sehr beliebt. „Von diesem Schlag sind uns noch viel mehr willkommen“, würden viele im Unternehmen sagen.

Samson kam im Zuge der großen Flüchtlingswelle vor fünf Jahren nach Bamberg. Er war schnell als Asylbewerber anerkannt worden. Nach einem Deutsch-Intensiv-Sprachkurs an der Volkshochschule der Stadt Bamberg besuchte er die 10. und 11. Berufsintegrationsklasse an der Berufschule II in Bamberg. Bis 2017 hatte er schon in verschiedene Handwerksberufe und Firmen geschnuppert, das Richtige gefunden hat er schließlich während eines Praktikums bei der BBS. In Abstimmung mit der Handwerkskammer für Oberfranken schloss die BBS+Dach GmbH mit ihm einen Ausbildungsvertrag. Zum Blockschulunterricht an der Berufschule musste er nach Nürnberg fahren.

Weil Deutsch nicht seine Muttersprache ist, lief es für Samson in der schriftlichen Prüfung nicht so glänzend wie in der praktischen. Außerdem lebte er zunächst noch mit zwei weiteren Geflüchteten in einer Caritas-Unterkunft, sodass ihm auch die nötige Ruhe zum Lernen fehlte. Aber sein Chef besorgte ihm eine eigene Wohnung und steuerte persönlich beim Umzug den Transporter. „Die komplette Belegschaft schaute, welche Möbel im eigenen Haushalt entbehrlich sind, und spendierte dem Azubi die Einrichtung“, freut sich Wolfgang Gürtler.

Die auf Betonsanierung, Dachabdichtung und Bodenbeschichtung spezialisierte BBS+Dach GmbH hat übrigens einen weiteren Auszubildenden zum Bauwerksabdichter von einem fernen Kontinent: einen Kurden aus dem Irak. Dessen Lehrzeit endet voraussichtlich 2022. Danach darf er noch zwei Jahre hier im Geduldetenstatus beschäftigt bleiben. Diese Befristung gibt es bei Samson nicht.

Hier können Sie den Nachrichtenbeitrag nachträglich in der Mediathek des Bayerischen Rundfunks noch anschauen:

https://www.br.de/mediathek/video/rundschau-1600-31082020-schulanfang-maskenpflicht-im-unterricht-av:5f18663a99b83f001b848d06

Und online auf BR24 berichtete der Sender auch:
https://www.br.de/nachrichten/bayern/samson-mahari-aus-eritrea-hat-es-in-bamberg-geschafft,S9FZY4I

Bei Frost und Glatteis tragen Kraftfahrzeuge meist Tausalze in Tiefgaragen ein. Diese Chloride dringen bevorzugt an den Stützfüßen und den Wänden bis zur Bewehrung vor und zerstören diese. Dann ist die Standsicherheit des Bauwerks gefährdet. Folglich sollte man Gegenmaßnahmen ergreifen – am besten beginnend mit einer Begutachtung durch einen Sachkundigen alle Jahre nach der Kälteperiode. Wie weiter vorzugehen ist, zeigt ein Beispiel aus Bamberg.

Die Stadtbau Bamberg GmbH kam im Frühling 2019 um eine umfassende Betoninstandsetzung bei einer vier Jahrzehnte zuvor errichteten Tiefgarage im Bamberger Osten nicht umhin. Wir von der BBS+Dach GmbH waren trotz oder gerade wegen unserer großen Erfahrung (nur) vier Monate beschäftigt mit der Sanierung der gesamten Anlage mit einer Nutzfläche von rund 2.400 Quadratmetern beziehungsweise mit 113 Pkw-Stellplätzen.

Die eingeschossige Tiefgarage erstreckt sich unterhalb der Grünfläche zwischen den Wohngebäuden an der Katzheimerstraße und der Starkenfeldstraße. Die Ein- und Ausfahrt erfolgt über eine einspurige Rampe. Mit den Autos kamen die Chloride ins Parkuntergeschoss. Der Lochfraß war zwischenzeitlich flächig ausgebreitet. Aufgrund der vorgefundenen starken Betonschäden und der Korrosion an der Bewehrung waren tiefgreifende Maßnahmen erforderlich. Die Grundierung beziehungsweise der Ausgleichsmörtel Sikafloor-161 sowie die robuste zweikomponentige Epoxidharzversiegelung Sikafloor-378 der im Raum Stuttgart produzierenden Sika Deutschland GmbH (https://deu.sika.com) kamen zur Anwendung.

Jetzt wird im jährlichen Turnus die Tiefgarage von einem Sachkundigen inspiziert. Es müssen vor allem das Obeflächenschutzsystem und die Entwässerung visuell überprüft werden. Der Zustand ist umfangreich zu dokumentieren und im Schadensfall sollte umgehend eine lokale Instandsetzung veranlasst werden. Der abzuschließende Wartungsvertrag muss schon während der Gewährleistungsphase vereinbart werden und sollte natürlich während der gesamten Nutzungsphase laufen.

Die BBS+Dach GmbH hat offensichtlich mit besonderer Kompetenz überzeugt bei der Instandsetzung traditioneller Sheddächer. Die Albéa Deutschland GmbH engagierte unsere Spezialisten ein zweites Mal, um noch eine größere Dachflache als zuvor dauerhaft und umweltverträglich abzudichten – und um so auch eine stilvolle und zugleich effektive Konstruktion von Fabrikgebäuden künftigen Generationen im Original zu bewahren.

Die fast senkrecht stehenden Fenster der Sheddächer lassen natürliches Licht in die darunterliegenden Fertigungshallen fallen, ohne dass sich Schlagschatten bilden. Das erhöht das Wohlgefühl der hier tätigen Menschen und steigert deren Leistungsfähigkeit. Die in England entwickelte Dachform ermöglicht zudem weitgehend stützenfreie Räume, die folglich sehr flexibel genutzt werden können.

Albéa hatte sich lange nach einem geeigneten Partner umgeschaut, der an der Produktionsstätte in Scheßlitz auf dem Fränkischen Jura die Firmendächer aus den 1960er-Jahren mit dem nötigen Know-how und Feingefühl sanieren konnte. Wie sich herausstellen sollte, lag das Gute gar so nah im kaum 20 Kilometer entfernten Bamberg.

Unser Unternehmen durfte im Sommer 2018 rund 2.200 Quadratmeter Dach der landschaftsprägenden Industriegebäude mit einem lösungsmittelfreien, zweikomponentigen Flüssigkunststoff bearbeiten – mit hervorragendem Ergebnis. Von Mai bis Mitte August 2019 galt es, fünf weitere Sheddächer mit rund 2.800 Quadratmetern zu präparieren. Zunächst wurde die Grundierung Kempertec EP der Kemper System GmbH & Co. KG (www.kemper-system.de) aufgebracht. Als Abdichtmaterial wurde Kemperol 2K-PUR vom gleichen Anbieter aus dem hessischen Vellmar nördlich von Kassel verwendet.

Kemperol 2K-PUR wird hergestellt auf Basis flexiblen Polyurethanharzes und erfüllt Nachhaltigkeitskriterien, denn gut 80 Prozent der eingesetzten Harze werden aus nachwachsenden Rohstoffen (Rizinusöl) gewonnen. Kemperol 2K-PUR ist geruchsneutral und wurde speziell für sensible Bereiche entwickelt. Für ein Umfeld also, in dem eine Geruchsbelästigung durch flüchtige Lösemittel unerwünscht ist oder den Betriebsablauf stören könnte.

Fotos: Perry Küfner