Betoninstandsetzung an Hochhaus in denkmalgeschütztem Ensemble

Größer, höher, weiter. Das Hochhaus der Wohnungsbaugenossenschaft Gartenstadt Nürnberg in der Paumannstraße 2 ist seit Juni 2021 und noch ins Jahr 2022 hinein der Arbeitsplatz unserer Experten für die Betonsanierung und Dachabdichtung. Instandgesetzt werden durch die BBS+Dach GmbH die Balkone, die Brüstungen, das Treppenhaus sowie das Dach beziehungsweise die Dachterrasse.

Besonders ist, dass das gesamte Gartenstadt-Ensemble unter Denkmalschutz steht. Also auch das Hochhaus. Die Bauordnungsbehörde der Stadt Nürnberg hat die denkmalrechtliche Erlaubnis für die Maßnahmen unter Auflagen erteilt. Eine präzise Fachplanung stammt aus dem BB Baubüro für Betoninstandhaltung (München und Kulmbach).

Wenn kein Garten, dann eben Balkone

Die Gartenstadt Nürnberg eG, unsere Auftraggeberin, existiert seit 1908. Ihre ersten Vorstandsmitglieder waren ein Redakteur, ein Kaufmann und ein Chemiker. Die Idee, auf genossenschaftlicher Basis Gartenstädte zu errichten, ist unter anderem auf Einflüsse der Lebensreformbewegung, des Jugendstils und des Sozialismus zurückzuführen; das Eigentum sollte jeder Ausbeutung durch Bodenspekulation entzogen werden.

In der Nürnberger Gartenstadt waren die ersten 76 Einfamilienhäuser 1911 bezugsfertig. Ab 1922 ging man dazu über, Mehrfamilienhäuser zu bauen. Ab den 1960er-Jahren wurde die Genossenschaft insbesondere im Stadtteil Langwasser tätig. Heute verfügt sie über rund 2500 Wohneinheiten, davon ein gutes Drittel Einfamilienhäuser. Und der Gartenstadtgedanke lebt weiter: Wo keine Hausgärten vorhanden sind, gibt es zumindest Balkone.

Massive Pflanztröge wiederherstellen

Letzteres gilt auch für das in den Himmel ragende Gebäude an der Paumannstraße. Demgemäß richtet unser Team große Aufmerksamkeit darauf, die Funktionsfähigkeit der massiven, in die Balkonbrüstungen integrierten Pflanztröge zu erhalten beziehungsweise wiederherzustellen. Der Aufgabenkatalog umfasst zum Beispiel:

  • Schutzmaßnahmen an Fenster und Türen
  • Geländer abbrechen.
  • Kernbohrungen in Pflanztrögen herstellen.
  • Hochdruckwasserstrahlen bei 2000 bis 2500 bar; den Betonuntergrund vorbereiten, Rauhtiefe von mindestens 0,3 Millimetern herstellen; eingebettete Gesteinskörnung kuppenartig freilegen, Lunker und Poren öffnen, erforderliche Abreißfestigkeit herstellen.
  • Schadstellen ausbessern und die Betondeckung an senkrechten Flächen mit SPCC-Spritzmörtel bis zu 20 Millimeter Schichtdicke erhöhen.