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Mit Betoninstandsetzung und Brandschutzbeschichtung einer Rippendecke die geforderte Feuerwiderstandsklasse erfüllt

16.03.2018

Die brandschutztechnische Sanierung von Stahlbetonrippendecken ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Sie erfordert spezielle bauphysikalische Kenntnisse, eine entsprechende technische Ausstattung und natürlich handwerkliches Können beim Verarbeiten der eigens dafür entwickelten Baumaterialien. Die BBS+Dach GmbH in Bamberg verfügt über das Know-how und die Ausrüstung. Sie ist in dem neuen Geschäftsfeld der Brandschutzbeschichtung außerordentlich gefragt im gesamten bayerischen und angrenzenden Raum. Dieser Tage hat sie einen umfangreichen Auftrag der Gemeinde Oberhaching im Ortsteil Deisenhofen südlich von München abschließen können. Den Erfolg bestätigt eine gutachterliche Stellungnahme der IBB GmbH – Ingenieurbüro für Brandschutz und Bauarten in Groß Schwülper.

Die Arbeiten der BBS+Dach GmbH erstreckten sich von Oktober 2017 bis März 2018. Die Gemeinde Oberhaching baut seit Herbst 2014 ihre Grundschule um und neu. Sie wird stark erweitert. Die Gebäudeteile aus den 1960er-Jahren, die erhalten bleiben, müssen für die weitere Nutzung ertüchtigt werden. Neu entstehen zusätzliche Klassenzimmer, Räume für Mittagsbetreuung und Hort sowie eine Zweieinhalbfach-Sporthalle. Die bisherige Turnhalle wird umgewandelt in eine Mehrzweckhalle. Alle Anforderungen an eine Versammlungsstätte müssen erfüllt werden. Sie wird also komplett saniert. Sie ist in Stahlbetonskelettbauweise konstruiert mit Stahlbetonrippendecke.

Hier kam die BBS+Dach GmbH als Fachbetrieb für die Instandsetzung von Betonbauteilen ins Spiel. Das Bamberger Unternehmen erbrachte folgende Leistungen:

.        Freilegung der bestehenden Rippendecke sowie Abbruch der Holzverschalung zwischen und unter den Unterzügen

.        Gutachten über den Deckenuntergrund

.        Sandstrahlarbeiten sowie Instandsetzung der Rippendecke durch Aufbringen von Spritzbeton in Schichtstärken von 2,5 bis 5,0 cm

.        weitere gutachterliche Stellungnahme für die zusätzliche Bewertung der Abhängung

.        Auftrag einer Brandschutzbeschichtung für Beton – Feuerwiderstandsklasse F30 

.        Schutzbeschichtung, wasserbasierend, gegen Eindringen von Schadstoffen und Wasser in Beton in zwei Arbeitsgängen auftragen; Verbrauch:  2 x 140 g/m2; Produktname:  BETON-CARBONSPERRE

.        Einbau einer dünnschichtigen, einkomponentigen und wasserbasierenden Brandschutzbeschichtung in zwei Arbeitsgängen mit einer Schichtdicke von insgesamt 1,2 mm im Airless-Spritzverfahren; Farbton: weiß, ca. RAL 9010;  Vorteile: kaum Belastung der Statik, raumsparend, da kein Verlust an Deckenhöhe, und wartungsfrei; Produktname:  HENSOTHERM 820 KS. (Mit einer entsprechend großen Menge von Spritzbeton hätte auch die Feuerwiderstandsdauer von 30 Minuten erreicht werden können. Mehr Beton bedeutet allerdings mehr Gewicht. Dies hätte zu statischen Problemen geführt. Bei der Reprofilierung der Betonrippendecke durfte die Konstruktion nicht zusätzlich belastet werden. Die ideale Lösung in diesem Fall ist die millimeterdünne, aber überaus wirkungsvolle Brandschutzbeschichtung mit HENSOTHERM 820 KS der Rudolf Hensel GmbH, Lack und Farbenfabrik aus Börnsen: https://www.rudolf-hensel.de/brandschutz-beschichtungssysteme-beton und https://www.rudolf-hensel.de/produkte.) 

Die Bauleitung obliegt dem Augsburger Ingenieurbüro Kessler + Rupp.