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BBS macht außergewöhnliche Dachkonstruktion mit Flüssigdichtmittel fit für die Zukunft

11.09.2018

Um die hohe Funktionalität und die ästhetische Form traditioneller Sheddächer zu bewahren, setzt die BBS + Dach GmbH als Dichtmittel einen modernen Flüssigkunststoff ein. Dieser kommt ohne Lösemittel aus und erfüllt Nachhaltigkeitskriterien; gut 80 Prozent der Harze werden laut Hersteller aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen. Die BBS stellt dieser Tage nach einem Jahrhundertsommer einen wahrhaft heißen Auftrag fertig. Die Abdichtungs- und Betonsanierungsspezialisten aus Bamberg haben seit Ende Juli in Scheßlitz mit diesem Flüssigkunststoff eines jener besonderen Dächer mit einer Fläche von rund 2.200 Quadratmetern erfolgreich instandgesetzt und so gewissermaßen ein Industriedenkmal fit für die Zukunft gemacht.

Ein Sheddach ist eine Konstruktion, die Mitte des 19. Jahrhunderts in England speziell für eine optimale Ausleuchtung von Fabrikbauten entwickelt wurde; natürliches Licht kann blendfrei einfallen, ohne dass sich Schlagschatten bilden. So erhöht sich der Wohlfühlfaktor bei den hier tätigen Menschen, was wiederum deren Produktivität steigert. Nicht zuletzt ermöglichen Sheddächer in der Regel stützenfreie Räume, die sehr flexibel genutzt werden können. 

Sheddächer kommen entweder in geneigter oder gewölbter Form als dünne Tragschale aus Beton vor. Auch Holz- und Stahlrahmen mit unterschiedlichen Eindeckungen sind verbreitet. Selten sind sie gedämmt. Sie energetisch zu sanieren, ist eine kniffelige Aufgabe. 

Die annähernd senkrecht stehenden Fenster und die dadurch stark abgeschrägten Dachflächen verleihen den Gebäuden einen stadt- und landschaftsprägenden Charakter. Klar, dass man eine solch markante Architektur erhalten möchte, gleichwohl bislang immer wieder Undichtigkeiten auftreten können. Die BBS hat jetzt bei den Hallen der Albéa Deutschland GmbH, einem führenden Tubenhersteller, gezeigt, dass der geruchsneutrale Flüssigkunststoff Kemperol 2K-PUR auf diesem Einsatzgebiet das ideale Material darstellt:  

 

Die Flüssigabdichtung kann große Bauteilbewegungen aufnehmen. Das geringe Gewicht ist unter statischen Aspekten ein entscheidendes Argument. Alte Dichtungsschichten könnten nur manuell abgerissen werden. Darauf kann man verzichten, da sich das neue Dichtmittel allen Formen und Einbauteilen anpasst bzw. diese umschließt. Und dank dessen, dass beim Verarbeiten von Kemperol 2K-PUR keine stechenden Gerüche entstehen, konnte der Betrieb bei Albéa unbeeinträchtigt weiterlaufen. 

Die Tubenfabrik in Scheßlitz - heute unweit der Autobahn Richtung Bayreuth und dem Fichtelgebirge – existiert seit 1964. Gegründet wurde sie als Niederlassung der VDM Nürnberg. Ab 1981 firmierte sie unter dem Namen Cebal. Seit 2011 gehört sie zur weltweit agierenden Albéa-Gruppe. Die Verantwortlichen nahmen nach jahrelangen Problemen mit ihrer Dachabdichtung im Juli 2017 Kontakt mit der BBS + Dach GmbH auf. Nach einer Objektbegehung gaben die Bamberger ein detailliertes Angebot in Scheßlitz ab. Albéa erteilte den Auftrag im März 2018. Als die Fachkräfte der BBS die Arbeiten ausführten, waren sie mit einer Dachneigung von fast 24 Grad konfrontiert. Um die Steigung von rund 44 Prozent zu bewältigen, mussten sie sich eine „Tritthilfe“ anfertigen. Zunächst wurde die  Kempertec-EP-Grundierung, blau-transparent, in einem Arbeitsgang bis zum Porenverschluss aufgebracht.  Dann die Abdichtung mit Kemperol 2K-PUR, ein lösemittelfreies, zweikomponentiges, flüssig zu verarbeitendes Abdichtungssystem auf der Basis von Polyurethanharz mit Vliesarmierung.